Eine Sendungsbeschreibung für alle Anbieter
Nennen Sie jedem Anbieter dieselben Packmaße, das Bruttogewicht, die Anzahl der Packstücke, die Warenbeschreibung, den Bereitstellungstermin und den Bestimmungsort. Geben Sie auch den Abholort und die Postleitzahl der Lieferadresse an. Beginnt ein Angebot erst am Lager, während das andere die Abholung beim Lieferanten umfasst, unterscheiden sich die Leistungen hinter den Frachtbeträgen.
Halten Sie die vereinbarte Lieferklausel und den dazugehörigen benannten Ort fest. Bitten Sie den Anbieter, die einzelnen Leistungen im Angebot aufzuführen. Maersk nennt für Stückgut im Sammelcontainer (LCL) unter anderem Abholung, Konsolidierung, Dokumentation, Unterstützung bei der Zollabfertigung und Weitertransport. Klären Sie, welche dieser Schritte Ihr Angebot umfasst.
Kostenpositionen gegenüberstellen
Addieren Sie Beträge erst, wenn Währung und Leistungsumfang übereinstimmen. Führen Sie unbekannte Kosten separat auf, damit eine leere Zelle nicht als null gelesen wird. Die Zahlen dienen ausschließlich als fiktives Rechenbeispiel.
| Kosten in USD | Angebot A | Angebot B |
|---|---|---|
| Haupttransport | 180 | 260 |
| Abfertigung am Abgangsort | 90 | Enthalten |
| Abfertigung am Bestimmungsort | 160 | Enthalten |
| Zustellung | Ohne Preisangabe | 95 |
| Bekannte Zwischensumme | 430 + Zustellkosten offen | 355 |
In diesem Beispiel ist die bekannte Zwischensumme von Angebot B niedriger. Prüfen Sie bei beiden Angeboten vor der Beauftragung die Steuern, die Zollabfertigung, die Gültigkeit und die übrigen Ausschlüsse. Führen Sie Beträge in unterschiedlichen Währungen getrennt, bis Sie einen Wechselkurs für den Vergleich festgelegt und dokumentiert haben.
Abrechnungseinheit und Mindestentgelt prüfen
Fragen Sie, ob der Transport pro Packstück, pro Kilogramm Frachtgewicht, pro Frachttonne (Gewicht oder Maß) oder pro Container abgerechnet wird. DHL Global Forwarding erläutert, dass sich je nach Gewicht und Volumen unterschiedliche Berechnungsgewichte ergeben und die Umrechnungsfaktoren vom Verkehrsträger und Frachtführer abhängen. Die Abrechnungsgrundlage ist für einen belastbaren Preisvergleich entscheidend.
Erfragen Sie das Mindestentgelt, die Rundungsregeln, die Annahmen zur Stapelbarkeit und mögliche Zuschläge für die Handhabung. Kommt später eine Palette hinzu oder ändert sich die Kartongröße, lassen Sie den Preis anhand der fertig verpackten Sendung neu berechnen.
Transportdauer und Liefertermin getrennt betrachten
Halten Sie fest, an welchem Punkt die angegebene Laufzeit beginnt und endet. Bei einer Hafen-zu-Hafen-Schätzung planen Sie Abholung, Konsolidierung und Zustellung gesondert. Fragen Sie, ob Kalender- oder Arbeitstage gemeint sind und was passiert, wenn die Ware die geplante Abfahrt verpasst.
Halten Sie im RFQ-Arbeitsbereich Tarifdaten, Referenzquellen und eigene Annahmen getrennt erkennbar. Das Schätzdokument erläutert den Vergleich. Buchung, Rechnungsstellung und Bestätigung der Warenannahme erfolgen gesondert.
Offene Fragen vor der Auswahl klären
- Deckt dieses Angebot dieselben Abhol- und Lieferorte ab wie das andere?
- Welche Kosten am Abgangs- und Bestimmungsort fallen zusätzlich an und in welchen Währungen?
- Welches Gewicht und Volumen sowie welche Mindestbeträge und Rundungsregeln liegen zugrunde?
- Welcher Bereitstellungstermin, welche Gültigkeitsdauer und welche Start- und Endpunkte des Transports wurden angenommen?
- Wer bestätigt die Annahme der Ware und die Dokumentenanforderungen am Bestimmungsort?
Quellen und Geltungsbereich
Primärquellen geprüft am 29. Oktober 2026. Die Angaben der Frachtführer erläutern die Grundlagen. Die Verfügbarkeit und Preise der RFQ-Dienste werden separat bestätigt. Rechenbeispiele und Checklisten dienen der Veranschaulichung.